Mobilität und ÖPNV

Die Mobilität hat für uns in Lippe als ländliche Region eine ganz besondere Bedeutung. Dabei fließen ganz unterschiedliche Entwicklungen zusammen: die Individualisierung, die Digitalisierung, die Automatisierung, Sharing sowie die Klima- und Umweltfreundlichkeit. Bei all diesen Aspekten liegt uns eins besonders am Herzen: Mobilität muss bezahlbar sein, denn sie bedeutet Teilhabe und Selbstbestimmung. Für diesen Grundsatz stehen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten.

Beim Punkt Bezahlbarkeit haben wir in den vergangenen Jahren schon etwas erreicht. Zum einen haben wir das „Sozialticket“ eingeführt, zum anderen wurde der Monatspreis des „Jedermanntickets“ um mehr als die Hälfte reduziert. Dafür gilt momentan zwar noch die 9-Uhr-Grenze, unser Ziel ist es aber, auch diese abzuschaffen. Mit dem Bildungsticket können alle lippischen Kitagruppen und Schulklassen für 39 Euro per Bus außerschulische Bildungsorte besuchen. Darüber hinaus gibt es seit Januar bereits die neue Schnellbusachse zwischen Lemgo, Blomberg und Bad Pyrmont.

Die Attraktivität eines zukunftsorientierten ÖPNV ist aber nicht allein eine Frage des Tarifs. Hierbei geht es vor allem auch um Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Platzverfügbarkeit oder Anschlusssicherung für Pendelnde. Dabei setzen wir uns für eine Verbesserung bei der Taktung von Zügen und Bussen ein – auch mit dem Blick auf die Erreichbarkeit zwischen den Hochschulstandorten Lemgo, Detmold und dem Oberzentrum Bielefeld. Ein starker ÖPNV macht uns nicht nur mobiler, er bedeutet auch eine saubere Luft und er leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Als eine von nur fünf Wasserstoff-Modellregionen in Deutschland hat Lippe außerdem die große Chance, nachhaltige und umweltfreundliche Ansätze bei der Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff für die Mobilität zu entwickeln. Solch alternative Antriebsarten, aber auch die E-Mobilität werden in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen, weshalb wir unser Engagement in diesen Bereichen  fortsetzen wollen.